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Lesen Sie hier die abwechslungsreiche Chronik des 
Gesangvereins Liederhort 1885 Ludwigschorgast

 

 

Der Gesangverein Liederhort wurde im Januar 1885 gegründet, und zwar als Männcherchor. Bereits nach kurzer Zeit wirkte der Männerchor bei allen örtlichen Festen und Feierlichkeiten in Ludwigschorgast und der näheren Umgebung mit.
Bei allem Engagement gab es immer mal wieder Perioden, in denen die Begeisterung etwas nachließ. So wurde 1894 mit Unterschrift der Sänger beschlossen, zweimal wöchentlich, mittwochs und samstags, Singstunden abzuhalten. Wer den Singstunden ohne Entschuldigung fernblieb, musste 20 Pfg. Strafe in die Vereinskasse zahlen!
Es wurde aber nicht nur gesungen, sondern auch Theater gespielt. An Weihnachten 1901 führte der Gesangverein Liederhort das Weihnachtsspiel „Der Stern von Bethlehem„ auf. Die Aufführung wurde ein großer Erfolg mit ungemein vielen Besuchern. Für das umfangreiche Werk hatte der Gesangverein für die Einstudierung nur 10 Tage Zeit.
Im Jahr 1902 zog der Gesangverein Liederhort vom bisherigen Vereinslokal Schneider in das heutige Vereinslokal Gasthof Schicker. Grund des Wechsels war eine Veranstaltung eines humoristischen Abends am Rosenmontag im Schicker´schen Saale, welches der damalige Pfarrer Thomann mit anregte. Aufgeregt durch ein derart unerlaubtes Benehmen, ließen die Schneider´schen Wirtsleute in den Gesangsstunden den Sängern eine so schlechte Behandlung widerfahren, dass sich der gesamte Chor „wie ein Mann„ erhob, das Lokal verließ und in die Gastwirtschaft Schicker ging, wo fröhlich weiter gesungen wurde. Und hier singt der Chor bis zum heutigen Tage.
Dem Verein standen in dieser Zeit nur sehr bescheidene finanzielle Mittel zur Verfügung. Jahresabschlüsse von 30 bis 50 Mark waren die Regel. Ein Beschluss vom 18. Juni 1904gibt Auskunft, wie damals Investitionen durchgeführt wurden. Zur Anschaffung eines neuen Pianinos zum Preis von 550 Mark wurde die Bezahlung wie folgt getätigt: Das nötige Kapital wurde beim örtlichen Raiffeisenverein leihweise aufgenommen, als Schuldner unterzeichneten zwei Vorstandsmitglieder, während sämtliche Mitglieder Bürgschaft leisteten. Das geliehene Kapital wurde mit 4 ½ % verzinst und in Jahresraten von mindestens 25 Mark abgetragen.

Maennerchor 1910
Anfang Juni 1910 feierte der Gesangverein Liederhort sein 25-jähriges Bestehen, verbunden mit der Fahnenweihe. Über dieses Ereignis wurde in der Nordoberfränkischen- und Sechsämter-Sängerzeitung über mehrere Spalten berichtet. Nach dem Gottesdienst mit Weihung der neuen Fahne hielt der Vorstand Herr Korzendorfer auf dem Festplatz eine Begrüßungsrede. Anschließend zog ein Festzug mit zwei berittenen Führern an der Spitze und der Musik durch die Marktgemeinde.
In etwa dem Jahr 1920 wurde aus dem Männerchor ein gemischter Chor. Bereits 1922 erzielte der gemischte Chor bei Preissingen in der Öffentlichkeit zahlreiche Ehren- und 1. Preise.
Im Mittelpunkt des deutschen Liedes stand Ludwigschorgast im Jahr 1927, als nicht weniger als 42 Vereine am Sängertreffen „Steinacher Land„ teilnahmen und sich den Preisrichtern stellten. In all diesen Jahren spricht aus den Berichten immer wieder große Begeisterung und Treue zum Verein und zum Lied.

Gemischter Chor 11935

Am 7. Juli 1935 beging der Verein festlich seinen 50. Geburtstag. Der Festkommers wurde durch die Darbietungen der Gastvereine aus Thüringen und Unterfranken zu einem Erlebnis, es füllten sich Lokale und Festplatz bis auf den letzten Platz. Festbälle rundeten das große Ereignis ab.
In den folgenden Jahren wurde das übliche Preissingen auf „höchste Anordnung„ durch das „Wertungssingen„ abgelöst. Auch hier stand der Gesangverein Liederhort immer an erster Stelle.

Durch den Beginn des 2. Weltkrieges wurde der Singbetrieb im Jahre 1941 eingestellt. Im Dezember 1946fand eine öffentliche Zusammenkunft statt um die Wiederzulassung des von den Amerikanern verbotenen Vereins zu erreichen, obwohl der Verein bereits 1945 sozusagen „schwarz„ wieder zu singen begann. Der 1. Vorsitzende nach dem Krieg war Johann Konrad, die Chorarbeit übernahm Otto Bauer. Unter dieser Leitung trat der gemischte Chor bereits am 1. Weihnachtsfeiertag mit großem Erfolg wieder öffentlich auf und wurde auf Grund dessen von den Nachbarvereinen zu bunten Abenden eingeladen.
Mit dem Chorsatz „Ich höre ein Lied im Winde weh´n„, erstmalig vorgestellt auf dem Sängerfest 1949in Wartenfels und der mehrmaligen Aufführung des „Halleluja„ von Händel, begann die große Zeit des gemischten Chors unseres Vereins, was durch zahlreiche Urkunden dokumentiert ist. Auch unter der vorübergehenden Leitung des Chorleiters Otto Wirsching, der den aus beruflichen Gründen verhinderten Dirigenten Otto Bauer vertrat, brachte der Chor hervorragende musikalische Leistungen zustande.
Im Jahre 1956 übernahm Gustav Roth den Dirigentenposten. Unter seiner Leitung fanden jährlich Aufführungen von lateinischen Messen statt.

Festzug 1960

Mit großem Aufwand wurde im Jahre 1960das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen des Gesangvereins betrieben: Festkommers mit dem Patenverein Wirsberg, dem Gesangverein Neuenmarkt und dem Kulmbacher Sängerkollegium, Kirchenparade, Fahnenweihe, Totenehrung, Preissingen und einem Festzug mit 40 Vereinen. Schirmherr Landrat Hans Köstner bezeichnete in seiner Festansprache das Sängerfest in Ludwigschorgast als die größte Veranstaltung des Landkreises Stadtsteinach.
Ein Festball in den Sälen Schicker und Kotschenreuther und ein großes Kinderfest ließen die festlichen Tage ausklingen.
In den folgenden Jahren setzte der gemischte Chor seine breitgestreute Tätigkeit mit fortschrittlicher Chormusik bei kirchlichen und weltlichen Festen mit großem Erfolg fort. Bewertung: „Dieser Chor steht leitungsmäßig auf einer überragenden Stufe„. Auch auf dem Gebiet des Laienschauspiels setze der Chor alljährlich Höhepunkte im Veranstaltungsleben der Gemeinde.
Mit der Chorfeier „Freut Euch des Lebens„ von Hermann Erdlen beging der Chor im Jahre 1970 sein 85-jähriges Bestehen. Diese große Aufgabe brachte Chorleiter Gustav Roth höchste Anerkennung und bestätigte den hohen musikalischen Rang des Gesangvereins Liederhort. Diese Chorfeier wurde nochmals am 18. April 1971 zum Kreissängertag in Bayreuth aufgeführt. In dieser Zeit entstanden auch erste Kontakte zum Männerchor „Post„ München und dem „Postchor Berlin".

Chor mit Postchor

Musikalische Glanzpunkte in der Vereinschronik setzten die Mitwirkung des Ludwigschorgaster Chores beim 70-jährigen Bestehen des Münchner Chors im Schwanenbräukeller in München, das große Sängertreffen mit den Postchören aus München und Berlin im Mai 1972 sowie die Gegenbesuche in Berlin 1973 und in München 1976.
Weitere musikalische Leckerbissen aus Folklore und geselliger Chormusik wurden vom Gesangverein Liederhort bei der Einladung zu einem Chorkonzert in Ludwigschorgast und Untersteinach im März 1975 geboten. Wieder einmal waren die Zuschauer von den Darbietungen restlos begeistert.
Der unermüdliche Einsatz des Dirigenten und der aktiven Sänger fand in einem Festakt im April 1980 seine Anerkennung. In Anwesenheit des Kreisvorsitzenden Roland Zahout wurden zahlreiche Ehrungen vorgenommen, Altsängerin Kathi Weinrich wurde für 40-jähriges aktives Singen geehrt, Ehrenvorsitzender Karl Lindenberger bekam für 60-jährige aktive Sängerarbeit den goldenen Ehrenbrief.
Im Laufe des Jahres 1980 schied Gustav Roth aus gesundheitlichen Gründen als Dirigent aus. 1. Vorsitzender Fred Popp würdigte anlässlich der Jahreshauptversammlung im Februar 1983 die großen Verdienste des ausgeschiedenen Dirigenten, unter dessen Leitung der Chor Außergewöhnliches geleistet hatte. Auf einstimmigen Beschluss wurde Gustav Roth zum Ehrendirigenten ernannt, nicht aus Altersgründen sondern aufgrund seiner großen Verdienste.

 

Zu Beginn des Jahres 1985waren sich die Verantwortlichen des Vereins bewusst, dass arbeitsreiche Monate vor ihnen lagen, denn in knapp einem halben Jahr musste anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins ein Sängerfest organisiert und durchgeführt werden.

Im Januar 1985 fand in der FC-Turnhalle ein Faschingsball statt, bei dem zwei aktive Sänger eine lustige Einlage darboten. Am 20. Januar 1985 trafen sich die Mitglieder des Festausschusses, hierbei wurde das Programm für das anstehende Fest zum 100-jährigen  Bestehen des Vereins besprochen und festgelegt.

Bei der Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1985 gab der 1. Vorsitzende Herr Popp seinen Rechenschaftsbericht. Hier wurde u.a. wieder einmal die erfolgreiche Chorarbeit gewürdigt.

Zum Auftakt der 100-Jahrfeier fand am 5. Mai 1985 in der FC Turnhalle der Kreisdelegiertentag des Sängerkreises Bayreuth statt, an dem Chorleiter, Vorsitzende und Delegierte aus 75 Chören vertreten waren. Zur Eröffnung sang der Chor unter der Leitung von Joachim Fischer „Alles was Odem hat, „Danklied„, „An die Musik„, „Freude am Leben„ und „Lieber Frühling„. Am 12. Mai 1985 nahmen Vorstände und Dirigent an einer Feierstunde in Nürnberg teil, bei der die Zelterplakette verliehen wurde.

Am 01. Juni 1985 wurde mit einem Chorkonzert in der FC-Turnhalle die Feier zum Vereinsjubiläum eröffnet. In Anwesenheit des Vizepräsidenten und Vorsitzenden des Fränkischen Sängerbundes, Herrn Roland Zahout, Herrn Degelmann und Herrn Schiphorst, jeweils Kreischorleiter, eröffnete der Chor unter Leitung von Dirigent Joachim Fischer mit dem Psalm 150 „Alles was Odem hat„ das Konzert. Neben weiteren gesanglichen Darbietungen wurde das „Konzertstück in F-Moll„ für 2 Klarinetten und Klavier von Mendelssohn-Bartholdy aufgeführt.

Die mitwirkenden Nachbarvereine sangen u.a. die „Martinsglocke„, „Am Adriatischen Meer„, „Der Jäger Abschied„. Nach einer weiteren Darbietung des Chors Ludwigschorgast wurde der erste Teil des festlichen Konzerts mit dem Klavierstück „Momentsmusicaux Nr. 1 und 3„ von Franz Schubert beschlossen.

Nach der Pause beeindruckte der Untersteinacher Chor mit Folkloresätzen von W. Heinrichs das Publikum. Werner Schubert am Klavier spielte die „Kinderszenen, op. 15„ von Robert Schumann.

Zum Schluss gab der Ludwigschorgaster Chor unter der Leitung von Joachim Fischer einen „gesanglichen„ Rückblick über die herausragenden Erfolge  in den letzten 30 Jahren bei Preis- und Wertungssingen.
Langanhaltender Beifall für die Mitwirkenden und Blumen und kleine Geschenke für die Dirigenten und Instrumentalisten waren der Dank der Zuhörer für die musikalischen Glanzpunkte.

Nach vielen Vorbereitungen und Arbeiten konnte am 20. Juni 1985 endlich das Festzelt bei strömendem Regen aufgebaut werden. Nun konnte das große Fest beginnen. Bei der guten Planung und Organisation durch den Festausschuss mussten die Festtage einen reibungslosen Verlauf nehmen, zudem standen 100 Helfer bereit.

Eröffnet wurde das Jubiläum am Freitag, 21. Juni 1985 mit einem bunten Abend, bei dem der „Isar-Express„ mit den bekannten Künstlern Hilde Ott und Thomas Wendlinger gastierte. Samstagnachmittag veranstaltete der Schulverband Ludwigschorgast-Kupferberg ein Kinder- und Schulfest. Um 16.30 Uhr setzte sich ein farbenprächtiger Festzug unter Begleitung der Schorgasttaler Blasmusik am Marktplatz in Bewegung.
Mit Joachim Fischer konnte im Januar 1981 ein geeigneter Nachfolger verpflichtet werden. Er verstand es, die anspruchsvolle musikalische Arbeit nahtlos fortzusetzen und den Chor zu weiteren großartigen Leistungen zu bringen. Hervorzuheben ist hier das große erfolgreiche Chorkonzert im Mai 1984, das ganz im Zeichen der Romantik stand. Darüber hinaus stellte sich der Chor immer wieder Wertungssingen, so auch beim 100-jährigen Vereinsjubiläum des MGV Concordia in Grafengehaig. In der überreichten Urkunde hieß es, dass der gemischte Chor des GV Liederhort wieder eine hervorragende Leistung erbracht hat. Dieses Prädikat wurde dem Chor auch anlässlich eines Wertungssingens im Mai 1984 beim Sängerfest in Hegnabrunn für das „Landsknechtständchens„ zuerkannt.
Beim Festgottesdienst mit Pfarrer Sterzenbach sang der Chor unter Leitung von Joachim Fischer die „Messe in G-Dur„ von Franz Schubert sowie gregorianische Choräle. Begleitet wurde der Chor von einem Streichquartett und Otto Wirsching an der Orgel. Die Solisten waren Margot Traeger, Sopran, Roland Daig, Tenor und Armin Schwieder, Bass. Die Besucher waren von den Darbietungen tief beeindruckt. Anschließend begab sich der Chor zusammen mit dem Musikverein zur Totenehrung zum Ehrenmal am Friedhof.

 
 
Zum Festkommers ging es nun ins Festzelt, wo es für den Jubelverein rundum Lob gab. Der Schirmherr der Festtage, Landrat Herbert Hofmann, bezeichnete das Jubiläum des Gesangvereins Liederhort als bedeutendes Ereignis im Landkreis. Er betonte, dass der Chor bei glanzvollen Veranstaltungen seine hervorragende Stellung immer wieder hat deutlich werden lassen. Der Gesangverein hat deshalb mit Recht die hohe Auszeichnung der Zelter-Plakette erfahren.

Nach dem Festprolog von Kerstin Hohner sang der Chor Stücke aus der Zauberflöte von W.A. Mozart. Weiterhin gab es verschiedene Vereinsehrungen und gesangliche Darbietungen.

Nach den Grußworten der beiden Bundestagsabgeordneten Lorenz Niegel und Günther Verheugen bezeichnete Georg Wamser, 2. Bürgermeister, den Gesangverein Liederhort als einen Glücksfall für die Marktgemeinde, und dies seit 100 Jahren. Der Chor habe einen  Leistungsstand erreicht, der an die Grenze des Möglichen geht. Entscheidenden Anteil  an dieser Leistung habe der Dirigent Joachim Fischer. Mit dem Lied „Freude am Leben„ beschloss der Jubelverein den Festabend.

Am Sonntag den 23. Juni 1985 begann bereits um 10.00 Uhr das Wertungssingen in der Turnhalle, an dem sich 25 Chöre beteiligten. Um 13.00 Uhr setze sich der aus 43 Vereine  und drei Musikvereinen bestehende Festzug in Bewegung und zog durch die geschmückten Straßen der Marktgemeinde. Mit anschließendem Festzeltbetrieb klang der Tag aus.

Unter dem Motto „Heit werds schee" gab es am Montag den 24. Juni 1985 einen fränkischen Dorfabend unter der Leitung von Franz Gebert. Anton Leithner glossierte im schönsten Dialekt „Schorchetzä Gschichtn„ und hatte die Lacher auf seiner Seite. Abschluss des Festes war eine große Verlosung.

Auf einer Vorstandssitzung konnte der 1. Vorsitzende Fred Popp voller Stolz mitteilen, dass es von allen Seiten uneingeschränktes Lob gab wegen der hervorragenden Organisation des Sängerfestes.

Das „normale„ Chorleben ging weiter. Am 24. August gestaltete der gemischte Chor aus Pilissentivan unter der Leitung von Franz Neubrandt einen Liederabend in der FC Turnhalle. Die Sänger aus Ungarn ließen ein umfangreiches Programm hören, das auch Volkstänze und Gedichtvorträge beinhaltete. Das Publikum war begeistert.

Im Jahr 1987 trat Fred Popp als 1. Vorsitzender zurück, neu gewählt wurde für diesen Posten Berthold Hildner, die übrige Vorstandschaft wurde in ihrem Amt bestätigt. In diese Zeit fällt auch die Anerkennung  der Gemeinnützigkeit des Vereins, hier war eine Änderung der Satzung  nötig.


Mit einem erfolgreichen Konzert im Oktober 1987 unter dem Motto „Volkslied-Musical-Operette„ wurde das Jahr abgeschlossen.

 

Die weiteren Jahre des Gesangvereins waren geprägt von Auftritten zu den verschiedensten Anlässen, Ehrungen und immer wieder wurde dem Gesangverein das  hohe gesangliche  Niveau bestätigt. Der Vizepräsident des Fränkischen Sängerbundes wies in einer Festansprache darauf hin, dass der Gesangverein Ludwigschorgast in ganz Franken eine herausragende Rolle spielt.

Im Jahre 1989 umrahmte der Chor mit gesanglichen Darbietungen die Überreichung einer Gedenktafel der Saarland-Rückkehrer aus Heckendahlheim und Ommersheim.

1991 gab es wieder einen Wechsel in der Vorstandschaft, nachdem Berthold Hildner aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurücktrat. Neue 1. Vorsitzende wurde Elli Konrad.


Bei einem Wertungssingen beim Sängerfest in Rugendorf im Juni 1991 belegte der Chor den 1. Platz, wo auch der Dirigent Joachim Fischer als erfahrener Chormeister gewürdigt wurde.

Beim 110-jährigen Bestehen im Oktober 1991 des MGV Concordia in Grafengehaig bestritt der Gesangverein Liederhort einen Teil des Chorkonzerts.

Im November 1991 fand in der Stadthalle Kulmbach ein Konzert unter dem Motto „An der schönen blauen Donau„ statt. Der Gesangverein Liederhort 1885 gestaltete mit Wiener Musik einen Teil des Abends.

Gleich zu Beginn des Jahres 1993 musste sich der Chor zu seinem größten Bedauern nach einem neuen Chorleiter umsehen, da Herr Fischer aus beruflichen  Gründen die Chorleitung abgab.

Bis ein neuer Chorleiter gefunden war, hielt Franz Gebert die Chorproben ab.

In der Jahreshauptversammlung 1993 übernahm Eleonore Hohner das Amt der 1. Vorsitzenden, da Elli Konrad  aus familiären Gründen nicht mehr kandidierte.


Ende 1993 wurde Heiko Hohner die Chorleitung übertragen.

Zu Beginn des Jahres 1994 wurde eine notwendige Änderung der Vereinssatzung vorgenommen, da einige Punkte überholt und nicht mehr zeitgemäß waren.

Im Mai 1995 nahmen die Vorstandschaft und Chorleiter Heiko Hohner an der Delegiertentagung des Sängerkreises Bayreuth in Stadtsteinach teil.

Knapp 1 ½ Jahr nach dem Dirigentenwechsel stellte sich der Gesangverein Liederhort beim Sängerfest des Gesangvereins 1970 Marktschorgast unter der Leitung von Heiko Hohner einem Wertungssingen. Auch hier erreichte der Chor eine hervorragende Bewertung, der einzige gemischte  Chor mit dieser hohen Beurteilung.

Das Jahr 1995 beschloss im November der Chor zusammen mit dem Gesangverein Heinersreuth mit einem Liederabend unter dem Motto „Wo die Sprache aufhört fängt die Musik an„.  Volkslieder und volkstümliche Weisen standen im Mittelpunkt des Programms, am Klavier begeisterte Otto Wirsching. Zum Abschluss des Konzerts bedankte sich der Vorsitzende des Sängerkreises, Roland Zahout, für die musikalischen Leckerbissen, die sichtbare Begeisterung der Mitwirkenden und die Vielseitigkeit der Darbietungen.

Auch im Jahre 1996 nahm das reguläre Chorleben seinen Gang. Viel Freude machte der Chor den Senioren in der Senioren Wohnanlage Karl-Herold in Kulmbach mit einem Konzert. Es wurden bekannte Volksweisen aus verschiedenen Ländern dargeboten.

Eben so gab es, wie alle Jahre, im November 1996 wieder einen Liederabend, zusammen mit dem Gesangverein Willmersreuth, am Klavier Otto Wirsching, Trompete Jochen Lauterbach. „Die Welt ist voll Musik„, unter diesem Motto begeisterten die beiden Chöre einmal wieder das Publikum.

Das Jahr 1997 war für den Chor ein sehr ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Auftritten sowohl im kirchlichen als auch im gemeindlichen Bereich.

Die Krönung der Chorarbeit war das Weihnachtskonzert am13. Dezember1998 in der vollbesetzten Kirche St.-Bartholomäus Kirche. Nach fast einjähriger Probearbeit bot der der Chor ein Konzert der Extraklasse mit den Solisten Otto Wirsching Orgel, Ariane Helffrich Sopran. Roland Daig Tenor und den Bläsern des Musikvereins.

„Jauchzet dem Herrn alle Welt„, Lieder, Chorwerke und Instrumentalmusik zur Weihnachtszeit. Heiko Hohner, Chorleiter, studierte die Lieder in Originalsprache ein, führte mit sicherer Hand und Feinfühligkeit durch das Konzert. Der lang anhaltende Beifall war die Anerkennung für die hervorragende Leistung von Chor und Dirigent.

Eine besonders schöne Weihnachtsfeier gestaltete der Chor im Dezember 1998.  Nachdenklich stimmte die Sängerinnen und Sänger ein Bericht des Literaturnobelpreisträgers Hermann Hesse aus dem Jahr 1917 mit dem Titel „Weihnacht„, der von Eleonore Hohner vorgetragen wurde. Der Kern der Geschichte ist, dass nicht die Einbildung, man sei ein ehrlicher, gütiger und verständnisvoller Mensch, reiche, um das Leben und das Miteinander verständnisvoller zu gestalten. Ein von ihr selbst verfasstes Gedicht „Tag- Monat - Jahr„ über die Tage und Wochen im Ablauf des Sängerjahres rief Höhepunkte, aber auch Katastrophen und tief greifende Ereignisse in Erinnerung.
Einen weiteren Höhepunkt der Weihnachtsfeier setzte Michael Kraus mit dem Film „Über den Gesangverein aus längst vergangenen Zeiten„.

Im Jahr 2000 erzielte der Gesangverein Liederhort 1885 bei einem Wertungssingen anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Gesangvereins Veitlahm wieder ein Spitzenergebnis.
 
 


Zum 525. Jahrestag der Marktgemeine Ludwigschorgast, am 30. März 2001, sang der Chor während der kirchlichen Feier zwei Lieder, ebenso zum Festakt in der Turnhalle. Auch das aus diesem Anlass stattfindende Marktfest  vom 31. August – 2. September gestaltete der Chor mit einem „Fränkischen Abend„ mit.

„Licht leuchtet auf„ – unter diesem Motto gab der Gesangverein Liederhort zusammen mit der Kantorei St. Michael Stadtsteinach wieder ein vorweihnachtliches Konzert in der vollbesetzten Kirche St.-Bartholomäus. Mit lang anhaltendem Beifall  honorierten die Besucher die hervorragende Leistung des Chors.

Das Jahr 2003begann damit, dass Heiko Hohner sein Amt als Chorleiter aus beruflichen Gründen abgab, glücklicherweise konnte Joachim Fischer als „neuer/alter„ Chorleiter gewonnen werden.

Im März 2003 übernahm der Gesangverein Liederhort den Vorsitz der Sängergruppe Neuenmarkt-Wirsberg. In dieser Gruppe besteht die Regelung, dass alle zwei Jahre die Vorstandschaft durch einen anderen Verein übernommen wird.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Joachim Fischer zum Ende des Jahres seine Chorleitertätigkeit leider aufgeben.  Herr Heiner Beyer erklärte sich bereit, den Chor bis zur Übernahme durch Heiko Hohner zu dirigieren.

Im Oktober 2003 fand ein Benefizkonzert zu Gunsten der Himmelkroner Heime in der Ordenskirche  Bayreuth statt. Das Konzert gestaltete der Gefangenenchor JVA St. Georgen und fand bei den Zuhörern großen Anklang.

Durch den Tod von Siegfried Schwieder  im November 2003 übernahm Birgitt Schwieder das Amt des Schriftführers.

Ein großes Ereignis im Jahr2004 war der Liederabend im November.  Viele aktive Sänger und Sängerinnen wurden an diesem Abend geehrt. Nach der Pause bot der Chor dem Publikum musikalische Leckerbissen unter dem Motto „Sonniges Spanien„, die Darbietungen wurden mit stürmischem Beifall belohnt.

Überraschend erklärte Heiko Hohner seinen Rücktritt vom Amt des Chorleiters, er gab hierfür familiäre und berufliche Gründe an. Die neue Chorleitung übernahm im Januar 2005 Bernd Winter.

Für das Jahr 2005 wurde geplant, zusammen mit einem Teil des Musikvereins ein Adventskonzert durchzuführen. Die beiden Vorstände einigten sich auf einen Termin zum 09. Dezember 2005.

Leider verlief die Zusammenarbeit mit dem Chorleiter Bernd Winter nicht zur Zufriedenheit des Chores. Man beschloss, sich zum Ende des Jahres von Herrn Winter zu trennen.

Erfreulicherweise übernahm im Januar 2006der frühere Dirigent Joachim Fischer wieder die Chorleitung. Er machte aber zur Bedingung, dass der Chor offen sein müsste für „Neues und Modernes„.

Im November 2006 fand in Neuenmarkt das Chorkonzert der Sängergruppe Neuenmarkt-Wirsberg statt, an dem sich unser Chor beteiligte. Wir sangen unter dem Motto „Europa-Reise„ in einer abwechslungsreichen Melodienfolge Lieder aus England, Südfrankreich, den Alpentälern und Italien.

Eindrucksvoll war der Auftritt des Chores bei der Christmette am 24. Dezember 2007. Mit brennenden Kerzen und dem „Adventsjodler„ betrat der Chor die dunkle Kirche.

Bei der Jahreshauptversammlung am 11. März 2007 gaben Eleonore Hohner, 1. Vorsitzende und Christine Gabeli, Kassenverwalterin, ihren Verzicht auf eine Wiederwahl bekannt.

Bei den Neuwahlen unter der Leitung von Bürgermeister Fred Popp, Georg Wamser und Tobias Braunersreuther  stellt sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender:         Michael Rief
2. Vorsitzende/r:        Marlene Groß und Hermann Hildner
Kassenverwalterin:     Elke Wiedrich
Schriftführerin:          Birgitt Schwieder
Kassenprüfer:            Berthold Hildner und Irene Daig-Szczina.


Der neue Vorstand Michael Rief bedankte sich anschließend bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihre hervorragende Arbeit und großes Engagement für den Gesangverein.

Das Jahr 2007 sollte für den Chor ein „arbeitsreiches„ Jahr werden. Zum einen stand das Dorffest an, dann war für November ein Liederabend mit Ehrungen  geplant, zu dem wir den Gospelchor main-line Chor zur Mitgestaltung des Abends einluden.

Zu Beginn des Dorffestes umrahmte der Chor am Freitag den 20. Juli  den Festgottesdienst in der Kirche mit den Gesängen „Die Himmel rühmen„ und „Friede mit Euch„. Beim Festakt im Festzelt sang der Chor „Freude schöner Götterfunken„ und den „Festhymnus„.

Ebenfalls beteiligt war der Chor bei der Ausgestaltung des Fränkischen Abends. Neben dem Auftritt des gesamten Chors sangen einige Alt- und Sopransängerinnen unter der Leitung von Franz Gebert bekannte fränkische Lieder.
 
Chorkonzert 2007

Chorkonzert 2007 - Ehrungen

Ein krönender Abschluss des Jahres 2007 war unser Liederabend unter dem Motto „Amerika singt„.

Zusammen mit dem main-line Gospelchor wurde in der ausverkauften FC-Turnhalle dem Publikum ein musikalischer Genuss der Extraklasse geboten.  Eröffnet wurde der Abend mit Liedern aus den Musicals „Evita„ und Cats„: "Wein nicht um mich Argentinien" und "Memory". Anschließend begeisterte der main-line Gospelchor mit Songs und Spirituals.

Nach den Ehrungen  bot der Chor weitere musikalische Höhepunkte mit Liedern aus dem Musical Oklahoma unter Klavierbegleitung von Armin Schwieder. Der Gastchor aus Schwarzach setzte das Programm fort mit Gospelsongs wie „Amazing grace„, My fathers house„ und „Go tell it on the mountains„. Das Publikum war total begeistert. Am Ende sangen beide Chöre unter der Leitung von Heinz Bittermann „Joy to the world". Minutenlanger Beifall und Zugaberufe waren der Lohn für die musikalischen Darbietungen.

Das Jahr beschloss der Chor wieder mit der Teilnahme an der Christmette.

Im Vereinsjahr 2008 beschloss der Verein eine eigene Website zu erstellen. Wir hoffen dadurch neue Sänger für unseren Chor gewinnen zu können.
 
Im März machte der Gesangverein einen Ausflug nach Berlin, wo wir neben einer informativen Stadtrundfahrt durch Berlin das Musical „Tanz der Vampire“ besuchten. Wir beschlossen den schönen Tag mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Berliner Restaurant.
 
Selbstverständlich sang der Chor auch im Jahre 2008 wieder bei vielen Geburtstagen und Goldenen und Silbernen Hochzeiten und gestaltete auch den Ostergottesdienst mit.
 
Äußerlich präsentiert sich der Chor in neuem „Outfit“: Die Sängerinnen ganz in schwarz mit einem türkisfarbenem Schal, die Sänger tragen in der gleichen Farbe ein Einstecktuch im weißen Hemd und je nach Anlass Sakko mit Krawatte in den Farben türkis/weiß/grau.
 
Ein erfolgreicher Abschluss des Jahres 2008 war unser Konzert „Classic meets Pop“ in der festlich geschmückten Turnhalle zusammen mit dem Bläser-Quartett des Musikvereins. Hier zeigte der Chor wieder einmal sein Können und seine Vielseitigkeit. Im klassischen Teil wurde Lieder von Beethoven, Schubert und C.M. v.Weber dargeboten. Nach der Pause steigerten wir unser Tempo und gingen zu Musical und Pop über mit Stücken aus My fair Lady, Oklahoma und König der Löwen. Zum Abschluss des vielseitigen Konzerts sang der Chor Lieder wie One Moment in Time, Yesterday und We have a Dream. Ein begeistertes Publikum belohnte den Chor für die anstrengende Probearbeit.
 
Die Christmette am 24. Dezember bereicherte der Chor mit Liedern wie
O Sanctissima, Heil´ges Licht von Bethlehem und Freut Euch all.
 
Das Jahr 2009 begann für den gesamten Chor mit einem traurigen Ereignis, unsere langjährige Sopransängerin Christa Schobert ist nach schwerer Krankheit mit 60 Jahren viel zu früh gestorben. In einem bewegten Trauergottesdienst nahmen wir mit drei Liedern Abschied von ihr.
 
Die Jahreshauptversammlung stand dieses Jahr mit Neuwahlen an. Die bestehende Vorstandschaft wurde in ihren Ämtern bestätigt.
 
Weitere Vereinsarbeit war die Maibaumaufstellung, dieses Jahr war der Gesangverein für die Organisation verantwortlich Diese Aufgabe haben wir mit Bravour bewältigt.
 
Anläßlich des Bezirksentscheids „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ sollten sich die Vereine des Dorfes kurz vorstellen. Der Gesangverein hat mit einigen Liedern in der alten Kirche seinen Anteil dazu beigetragen.
 
Um neue Sänger und Sängerinnen zu gewinnen veranstaltete der Gesangverein im August einen Schnuppernachmittag, zu dem die Dorfbevölkerung in die Räume und den Biergarten des Gemeindzentrums herzlich eingeladen war. Unter Leitung von unserem Chorleiter Herrn Fischer haben wir eine öffentliche Chorprobe abgehalten, an der interessierte zukünftige Sänger teilnehmen konnten. Anschließend sang der Chor einige bekannte Lieder, die die Gästen fröhlich mitsangen. Für die Kinder wurden Spiele und ein Preiskegeln veranstaltet, hier gab es schöne Preise zu gewinnen. Für das leibliche Wohl sorgten selbstgebackene Kuchen und Torten sowie Bratwurst und Getränke. Wir konnten zwar nur zwei passive Sänger gewinnen, jedoch wurde die Veranstaltung von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Es wurde beschlossen, auch dieses Jahr wieder einen Familiennachmittag zu machen.
 
Gesanglich standen im Jahr 2009 zwei große Ereignisse an: Im Oktober ein Gospelkonzert zusammen mit dem „main line Gospelchor“ aus Schwarzach und unser Weihnachtskonzert in der Kirche in Ludwigschorgast. Obwohl der Gesangverein erstmals bei einem Gospelkonzert mitgewirkte, konnten wir die Zuhörer mit unserem vielseitigen Repertoire von Stücken aus Musicals und Popsongs begeistern.
 
Ebenso war unser Weihnachtskonzert „Freuet Euch All´“ in der Kirche St. Bartholomäus in Ludwigschorgast ein voller Erfolg. Wir boten den Gästen ein höchst anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, musikalisch umrahmt von einer Zithergruppe aus Hof


 
Dirigenten-Chronik
 

Franz Meisel
1885
 
Johann Behr
1886-1900
 
Lehrer Spiegel
1901-1910
 
Lorenz Hohner
1911-1924
 
Johann Niedermaier
1925-1933
 
Matthäus Barnickel
1934-1936
 
Edmund Wirsching
1937-1945
 
Otto Bauer
1946-1951
 
Otto Wirsching
1952
 
Otto Bauer
1953-1955
 
Gustav Roth
1956-1980
 
Joachim Fischer
1981-1992

Franz Gebert
1993

Heiko Hohner
1994-2002

Joachim Fischer
2002-2003

Heiner Beyer
2003-2004

Bernd Winter
2005

Joachim Fischer
2006 - 05/2011
Franz Gebert (kommisarisch)
06/2011 - 01/2012
Miriam Stutz
seit 02/2012

 
Vorstands-Chronik
 

Herr Korzendorfer
1885 - 1941

Johann Konrad
 1946 - 1952
 
Karl Lindenberger
1952 - 1963
 
Bernhard Hohner
1963 - 1967